Dienstag, 5. März 2019

Knalleffekt


Wuhu, sieht fast so aus, als würde es langsam aber sicher bergauf gehen.
Zum Glück bin ich so eine feine Dame, sonst hätte ich doch glatt geschrieben,
dass mich 2019 bis jetzt ziemlich angepisst hat,
aber naja, solche Ausdrücke verwenden wir hier natürlich nicht. ;)

Meine Rückenschmerzen werden mit jedem Tag besser,
ich bin auch super vernünftig und schone mich brav,
auch an den anderen 'Baustellen' wird fleißig gearbeitet,
deswegen werde ich mir im März ein bisschen mehr Zeit für mich gönnen.

Ganz viel Energie ist vor allem im Jänner in die Schulwahl der Mädels gegangen
und letzte Woche haben wir dafür die Belohnung kassiert:

Beide sind in den Wunschschulen fix aufgenommen worden!

Das ist so eine riesige Freude und Erleichterung, das Gekreische war groß. :D
Beide hätten bestimmt auch noch die nächsten Jahre im Gym gut gepackt,
aber die Talente und Interessen liegen nunmal woanders und ob beide nach der Matura noch Lust hätten, längere Zeit zu studieren oder eine Ausbildung zu machen, weiß man heute noch nicht.

Während unser Bonuskind in eine Modeschule gehen wird,
hat sich unsere Tochter einen Platz in einer Schule für Medientechnik gesichert
und das war alles andere als leicht.
Nachdem sie sich an zwei Schulen für insgesamt 3 Zweige beworben hatte,
musste sie dementsprechend heftige Aufnahmetests, Mappenpräsentationen
und Gespräche absolvieren, das war Aufregung und Stress pur.
(Sie hat auch alle drei künstlerischen Eignungstests bestanden und jaaaaaa,
ich bin super mega stolz auf sie!)

Für ihren absoluten Wunschzweig habe ich ihr dann noch ein besonderes Outfit genäht,
damit sie beim Gespräch ein bisschen heraussticht und was soll ich sagen?
Es hat geklappt! Der Prof. hat ihr mehr Fragen zum Blazer gestellt als zu ihrer Mappe
und war total begeistert. Einen klitzekleinen Anteil habe ich also vielleicht auch daran,
dass sie genommen wurde. ;)



Schnittmuster ist von Mialuna, die Lady Grace in Größe 36 und ich hab ordentlich Jeansreste als Details verbraten, Hauptstoff ist von Hamburger Liebe - unverkennbar, ich weiß eh. :D

Verschließen kann man den Blazer auch:



Könnte aber durchaus sein, dass ich am Ende den Blazer öfter ausborgen werde,
ich mag eh wieder mehr Farbe in meine Kleidung bringen.

Habt einen feinen Dienstag, ihr Lieben!


Verlinkt bei:
Create in Austria 



Samstag, 23. Februar 2019

Der Komolka und ich


Wer kennt ihn nicht, den Komolka?

Da werden jetzt wahrscheinlich einige Hände in die Höhe schnellen, 
aber das sind dann alles ganz bestimmt keine Wienerinnen, 
die sagen wir mal... seit +10 Jahren nähen. 

Denn als schon länger nähende Wienerin kennt man 'den Komolka' einfach, 
höchstwahrscheinlich war man hier sogar schon mit der Oma oder Mama als Kind
oder hat vielleicht sogar wie ich, die ersten Stoffe hier gekauft. 

Mit diesem sentimentalen Hintergrund hat sich für mich gar nicht erst die Frage gestellt, 
ob ich bei der kleinen Blogger- Talkrunde mit Hr. Komolka, die Geraldine organisiert hat, 
dabei sein wollte. 

Jetzt ist allerdings nicht nur 'der Komolka' ein alteingesessenes Geschäft, 
das hin und wieder unter kleinen Wehwehchen leidet, 
sondern meinereiner ebenso, 
weswegen der Abend für mich ein klein bisschen ungünstig fiel. 

Ich habe mir nämlich Schulter, Nacken und Rücken schwer beleidigt 
und hatte den ganzen Komolka-Abend damit zu kämpfen, halbwegs schmerzfrei zu sitzen. :(

Schlussendlich bin ich dann auch früher gegangen, hatte auch einen ganzen Haufen Teenies alleine zu Hause, das trägt nicht gerade zur Entspannung bei, vielleicht hätte ich den Abend besser absagen sollen, aber so ist das eben, wenn man gemeinsam alt wird... es zwickt und zwackt da und dort. 

Sogar meine große Kamera hatte ich mitgeschleppt (ein weiterer Fehler übrigens), 
konnte mich dann aber nicht dazu aufraffen und Fotos zu machen, 
zum Glück macht mir Malen eh viel mehr Spaß und jetzt hab ich als Erinnerung eine kleine Skizze. :)


Meine Geschichte mit dem Komolka reicht noch nicht bis in vorherige
Generationen zurück, ich war hier zum ersten Mal vor 14 Jahren, 
damals gab es noch nicht die riesige Auswahl an Stoffgeschäften, die man heute findet
und Nähen war noch nicht als der nächste große Trend absehbar. 

Damals war ich gerade mit meiner Tochter schwanger und sehr verzweifelt, 
weil für den Buggy vom Sohn kein Einkaufsnetz zu bekommen war
(first generation vom Quinny Zapp) 
und mein Mann mir schließlich neben einer billigsdorfer Nähmaschine vom Tchibo 
(Einzelteile davon findet man noch heute im Vorgarten ;) ) auch noch einen Ausflug 
zum Komolka geschenkt hat. 

Dieser erste Komolkabesuch hat mich total überfordert, 
ich hätte für mein Einkaufsnetz auch glatt einen sündhaftteuren Seidenstoff gekauft, 
zum Glück wusste mein Mann aber was wir brauchen. 
ER konnte ja nähen. ICH dagegen nicht. 

Und ganz ehrlich, die Beratung beim Komolka war damals für einen Neuling wirklich nicht ganz ideal. Ich hatte manchmal sogar richtig Angst vor den Damen, denn man bekam sehr schnell mit, 
dass man hier eher auf die gehobene Klientel aus war, bzw. auf Designer und Schneider, 
die mit der Materie vertraut waren. 

Soviel sei gesagt: das hat sich eindeutig verbessert. 
Heute kenne ich erstens schon 'meine' Lieblingsdamen, quatsche mit denen ausführlich über neue Projekte, zu denen diverse Tipps gegeben werden und werde zum Abschied jedesmal darauf hingewiesen, dass ich den Stoff doch bitte unbedingt vorwaschen muss, 
weil: ' A bisserl kann er scho no eingehn, gell?' ;D

Tja, spulen wir nochmal zurück: mein erstes Projekt war ein voller Erfolg
und meine Leidenschaft für's Nähen geboren. 


Ich mag gar nicht wissen, wie viele Meter an Stoffen ich in den letzten Jahren beim Komolka gekauft habe, vor allem mein Mann darf es auch niemals erfahren! ;) 

Inzwischen hat der Komolka allerdings Konkurrenz bekommen, sehr starke Konkurrenz 
und für uns als Kunden ist das eine feine Sache. Wir können in Wien zwischen vielen tollen Stoffgeschäften wählen und ich genieße das auch sehr. 
Wenn ich z.B. eine Patchworkdecke für ein Baby nähen möchte, dann schau ich gerne mal zum Giraffenland, brauche ich eine Auswahl an Motivstoffen dann geht es zur Stoffschwester, 
mit der Mama in die Stoffecke, aber die größte Auswahl findet man noch immer beim Komolka. 
Hat man gerade Stress, weil man ein Geschenk fertig bekommen muss 
oder das Kind überraschend zu einer Faschingsparty nächste Woche eingeladen wird: 
Im Notfall geht es immer zuerst ab zum Komolka. 
Auch die richtig edlen Stoffe, für Ball- oder Hochzeitskleider findet man dort. 
Ich überlege gerade: gibt es etwas, dass man beim Komolka nicht findet? Hmmm...

Und deswegen hoffe ich, dass es ihn auch noch lange, und zwar sehr, sehr lange gibt. 

Ich hatte bei unserer Talkrunde doch stark den Eindruck, dass das Geschäft recht schwierig geworden ist und man den Komolka nicht als selbstverständlich nehmen sollte. 

Im Moment haben wir hier in Wien wirklich ein wunderbares Angebot, 
das gilt es aber auch zu schützen und statt online aus Deutschland, 
öfter mal auf einheimische Shops zu setzen - man spart sich auch den einen oder anderen Fehlkauf. ;)

Mit diesem Plädoyer für den Kauf vor Ort, möchte ich mich für die Einladung ganz herzlich bedanken, Geraldine, Helga und Hr. Komolka haben da einen tollen Abend auf die Beine gestellt 
und sollte ich mich in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten wieder halbwegs normal bewegen können, sieht man sich hoffentlich auch mal wieder - 
vielleicht beim Komolka? ;)


Verlinkt bei:
Treffen beim Komolka



Mittwoch, 9. Januar 2019

G'maltes und G'nähtes


Bei unserer weit verzweigten Familie zieht sich Weihnachten ja beinahe immer bis in den Frühling hinein, deswegen muss ich mit dem Geschenke-zeigen immer vorsichtig sein. 

Ich liebe es ja sowieso schon zu schenken und anderen eine Freude zu machen, 
aber für meine beiden kleinen Schwestern macht es besonders viel Spaß, 
weil beide sehr kreativ sind und deswegen selbstgemachte Geschenke auch zu schätzen wissen.

Weil meine größere kleine Schwester ihren 13ten (Teenie-Alarm!!!) Geburtstag kurz nach Weihnachten feiert, hat sie ihr Geschenk auch schon bekommen, 
ein farbenfrohes Handlettering-Set und dazu eine selbstgemalte Karte. 


Vielleicht sollte ich mich 2019 auch endlich mit Handlettering beschäftigen, 
meiner Schrift würde es jedenfalls nicht schaden... :D 

Zu Weihnachten bekommen die beiden immer die gleichen Geschenke 
in unterschiedlichen Ausführungen und meistens ist es etwas Genähtes, 
heuer waren es zwei Taschen aus alten Jeanshosen. 



Sieht jetzt ja eigentlich nicht nach mega viel Arbeit aus, ich habe aber bei beiden Taschen das Innenfutter per Hand mit einer Zaubernaht eingenäht. Und gerade beim richtigen Jeansstoff geht
das so richtig in die Finger, da musste ich leider ein klitzekleines bisschen fluchen... ;) 


Natürlich hätte ich es auch einfach mit der Maschine knappkantig absteppen können, 
aber dann hätte man auf der Außenseite die Nähte gesehen und ich hätte entweder
ständig wegen der Schlaufen unterbrechen und vernähen müssen 
oder drübernähen, was beides schlampig ausgesehen hätte.

Und bei dieser Menge an 'hättes' war es die kleine Blase am Finger dann doch wieder wert. ;)  

Die bemalte Jeanstasche hat inzwischen ihren dritten Lebensabschnitt erreicht, 
zuerst bei einer anderen Familie, dann als Flohmarktfund für meine Tochter...


... und jetzt bei meiner Schwester. 

Wenn wir mit allen Ressourcen so umgehen würden, hätten wir einige Probleme weniger
auf dieser Welt, aber gut - wissen wir eh alle... 

Bemalt habe ich den Jeansrock damals mit Posca- Stiften, er wurde wirklich oft gewaschen, 
die Farben waren schon ein wenig verblasst, daher habe ich sie nochmals nachgezogen. 

Meinen Jeans muss ich mich 2019 überhaupt mehr widmen, ich habe da echt viel angesammelt
und nachdem ich bei allen anderen Stoffen sehr brav abgebaut habe, 
muss jetzt auch der Jeansberg ein wenig (oder auch ganz viel) schrumpfen. :)

Habt einen schönen Tag! :) 

Montag, 7. Januar 2019

Was bleibt von 2018, was kommt 2019?


Selten war mir ein Jahreswechsel so gleichgültig wie diesmal, 
die Tage davor und danach waren unspektakulär, 
bei all der Aufregung mal eine angenehme Abwechslung. 

Wobei ich 2018 in sehr guter Erinnerung behalten werde, es war ein tolles Jahr. 

Natürlich gab es auch Ereignisse, auf die ich verzichten hätte können, 
ein lieber Bekannter ist z.B. viel zu früh und unerwartet verstorben, 
auch etwas, das vom letzten Jahr bleiben wird... 

Die erste Hälfte stand ganz im Zeichen von Arbeit und beruflicher Weiterentwicklung,
nicht zu vergessen die spannenden Tage im Museum bei der Baobab-Ausstellung. 
Dann im Sommer die große Abenteuerreise nach Madagaskar
und ab dem Herbst ging es hauptsächlich um die Eingewöhnung vom Bonuskind. 

Wenn mir jemand Anfang 2018 gesagt hätte, dass wir Weihnachten zu fünft feiern würden, 
bzw. mit der Freundin vom Sohn sogar zu sechst, ich hätte ihn für verrückt erklärt. ;) 

Das ist aber auch das spannende am Leben:
man weiß nie was die nächsten Tage, Wochen, Monate bringen werden 
und kann nur hoffen, dass die Gesamtbilanz positiv ausfallen wird. 

Bevor ich mich endgültig von 2018 verabschiede und 2019 herzlich willkommen heiße, 
noch ein kleiner Rückblick in Form des diesjährigen Kalenders, 
den ich für die Großeltern als Weihnachtsgeschenk gemacht habe:



Meine 6 Lieblingsseiten:

Die Kalender haben wir bei PosterXXL machen lassen,
für den Preis ist die Qualität in Ordnung.
Mich stört am meisten, dass man das vorgegebene '2019' am Deckblatt nicht ändern kann
und die Fotos werden immer ein bisschen dünkler
(wir checken die Farben am PC und am Laptop und beide zeigen die Seiten heller an),
aber es wird jedes Mal sehr schnell geliefert und ich kann damit leben.

Nächstes Jahr möchte ich die Kalender aber wieder mal wo anders machen lassen,
dazu muss ich mich aber zeitlich ein bisschen besser organisieren. :D

Und was kommt jetzt 2019? 


Neujahrsvorsätze habe ich keine, mein Leben läuft eigentlich im Moment ungefähr so,
wie ich es mir immer gewünscht und vorgestellt habe
und ich hoffe, es wird zumindest noch eine zeitlang so bleiben.

Solange wir von schweren Schicksalsschlägen verschont bleiben, kann ich mich nicht beschweren
und an mir selber zu arbeiten, mich selber immer wieder bei der Nase nehmen,
das bleibt sowieso ein lebenslanger Prozess, dem ich mich gerne stelle.

Ich wünsche euch allen vor allem Glück und Gesundheit,
alles andere findet sich dann von selbst.


Montag, 24. Dezember 2018

Frohe Weihnachten!


Die Tradition lebt!!! :D


Macht es euch fein, ihr Lieben! 



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