Donnerstag, 12. September 2013

Was wäre wenn?


Prinzipiell bin ich ja der Meinung, dass die Frage 'was wäre, wenn...?' 
nicht wirklich viel bringt und erst recht nichts ändert. 

Heute stelle ich sie ausnahmsweise einmal selbst. 
Was wäre, wenn mein Opa nicht mit 29 tödlich verunglückt wäre? 
Wie anders wäre das Leben für die drei Kinder und meine Oma verlaufen, 
wären ihnen nicht nur 6 kurze Ehejahre geblieben? 
Wäre er ein guter Vater gewesen? Ein liebevoller Opa? Ein lustiger Uropa? 

Fragen, die eigentlich sinnlos sind, denn Antworten darauf gibt es nicht. 

Eines ist klar, als ich meine Oma vor ein paar Monaten gefragt habe, 
wann sie geheiratet haben, da hat sie keine Sekunde gezögert 
und den 12.9.1953 genannt. 

   

Ich stelle mir gerne vor, dass sie eine glückliche Ehe geführt hätten,
auch wenn ich selbst im zweiten Mann meiner Oma auch keinen schlechten Opa hatte.
Egal wie schwierig er in späteren Jahren wurde, 
in meiner Kindheit hatte ich oft Spaß mit ihm, beim Schwimmen, Radfahren oder im Weingarten. 

Trotzdem möchte ich auch diesen Mann nicht vergessen, 
den 'Was-wäre-wenn'-Opa. 


Ich werde heute ein Gläschen auf eure Diamantene trinken 
und ein bisschen in 'Was wäre wenn'- Gedanken schwelgen.  

Kommentare :

JULA Puppenkleidung hat gesagt…

*seufz*
Ist das ein schöner Post!!

Alles Liebe, Claudia

bella manella hat gesagt…

wunderschön geschrieben!!!! lg manuela

Stricki und Krümel hat gesagt…

Hach, geht es dir auch so!
Manchmal frage ich mich das auch.
Mein Opa ist mit 34 gestorben. Da war meine Oma dann auch allein mit 3 Kindern.
Geheiratet hat sie nicht mehr, ist immer alleine geblieben. Sie redet bis heute von ihrem Mann.
Das muss wohl die große Liebe gewesen sein.
Ich stelle mir meinen Was-Wäre-Opa auf jeden Fall als tollen Opa vor :)
Viele liebe Grüße
Kerstin

malala hat gesagt…

Ja, das war sicher die ganz große Liebe!!!

Ich hab vorhin mit meiner Oma telefoniert und gaaaanz vorsichtig gefragt, ob sie denn weiß, welcher Tag heute ist. Ich wollte da auch keine alten Wunden aufreissen, aber sie hat gleich gewusst, wovon ich rede. Dann hat sie noch gemeint, sie hat schon länger daran gedacht.
So grausam auch das Schicksal zugeschlagen hat, ich finde es auf der anderen Seite wunderschön, dass er doch noch nicht vergessen ist und er wird im Herzen seiner Kinder, Enkel und hoffentlich auch Urenkeln weiterleben! <3

Marie hat gesagt…

Das hast du toll geschrieben ♥

poma1007 hat gesagt…

du bist und bleibt einfach meine tochter - ich wäre nicht diejenige, die ich heute bin, hätte ich nicht das glück, dich mein liebes mäderl (samt all deinen lieben) zu haben - undenkbar.
auch ich denke nach, was wäre wenn..... usw. - leider.
ich wünsche dir alles glück - du weißt was es heißt angst um einen lieben menschen zu haben, ich hatte auch angst, furchtbare angst.
.....viele gedanken, .....deine mam

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