Mittwoch, 22. Oktober 2014

XXL Post Barcelona


Das wird heute wirklich ein XXL Blogeintrag, allerdings nur für diejenigen unter euch, die Barcelona genauso lieben wie ich oder vielleicht selber planen dorthin zu fliegen um sich in die Stadt zu verlieben.

Bevor ich euch aber mit einer wahren Fotoflut ertränke, zeige ich euch noch, was ich für unsere Reise genäht habe. Zuerst einmal eine Mamacita für die An- und Abreise. Auf dem linken Bild sind die Farben authentischer, zumindest dann, wenn der Stoff bei euch auch lila wirkt und nicht blau: 



Zuerst war ich ganz unzufrieden mit dem Schnitt, das war für mich 100% Pyjama, dann habe ich die Ärmel verschmälert, den Ausschnitt verkleinert und auf der Seite auch noch einiges weggenommen und siehe da: danach hat sie mir gleich viel besser gefallen und sogar noch einen neonfarbenen Smiley (free von frau liebstes) aufgeplottet bekommen. 

Außerdem habe ich für meine Mama und mich zwei schwarze 'Keep calm' Shirts geplottet, dazu als kleines Symbol die Sagrada Familia und für meinen Mann ein Shirt für die VMworld (das ist so eine IT-Messe, bei der ich keine Ahnung habe, worum es eigentlich genau geht, zu der er aber fast jedes Jahr fährt). 



So hat halt jeder seine Vorlieben, die einen freuen sich auf Seminare und Workshops, die anderen auf Strand, Shoppen und Sightseeing.

Und die Shirts freuen sich natürlich auf den MMM, Create in Austria, Plotterliebe und AFM.

So, hier dürfen nun alle, die mit Barcelona so gar nichts am Hut haben (oder einen dringenden Termin oder quengelnde Kinder oder einen dringenden Auftrag oder sowieso schon Kopfschmerzen) rechts abbiegen, habt noch einen wunderschönen Tag, wir lesen uns in aller Kürze das nächste Mal wieder! :)

Zuerst einmal, bevor es dann aber wirklich so richtig losgeht: ich bin ja selber bei weitem kein Barcelona Experte, ich war selber erst zum zweiten Mal dort, aber irgendwie ist das meine Stadt. Die Leute sind wahnsinnig nett und hilfsbereit, das Klima ist einfach ein Traum, an jeder Ecke gibt es irgendetwas zu bestaunen, Gaudi!, Miró, das Picasso Museum, Shoppingmöglichkeiten ohne Ende, die Märkte, das Essen, Berge mit herrlicher Aussicht drumrum und dann das Meer... es ist einfach... die perfekte Stadt für mich! 

Mir war es wichtig, die Reise so zu gestalten, dass meine Mutter, die noch nie in Barcelona war, die Stadt kennenlernt und eine tolle Zeit hat und gleichzeitig auch ich neue Ecken entdecken kann. 

Ein sehr guter Ausgangspunkt für den ersten Vormittag, bzw. ein sehr guter Ausgangspunkt für fast alle Unternehmungen, ist der Placa de Catalunya, das Zentrum Barcelonas, der sehr gut mit der Metro oder den Bussen zu erreichen ist. Von hier kann man ganz gemütlich die berühmte Rambla hinunter spazieren, wir sind allerdings in eine kleine Gasse rechts abgebogen und haben uns ein wenig in den Parallelstraßen verirrt treiben lassen. 


Nicht verpassen wollten wir allerdings la Boqueria, den größten Markt Spaniens, den man einfach besucht haben muss. Er liegt auf der rechten Seite, wenn man die Rambla hinunter marschiert und ist ein wenig nach hinten versetzt. Wenn man nicht aufpasst, kann man schon mal daran vorbei laufen, was schade wäre, denn der Markt und seine vielfältigen Stände sind einfach beindruckend. 
Viele Waren müssen gekühlt werden, deswegen kann man als Tourist natürlich nicht alles kaufen, was man gerne möchte. Außer man plant, in der Sagrada Familia ganz alleine zu sein, dann wäre so ein bisschen Meeresgetier in der Tasche doch eine gute Wahl. Wir sind da leider selber etwas heikel, was den Duft angeht, deswegen haben wir uns nur mit frischen Teigtaschen und Obst für das Mittagessen eingedeckt. 


Nach dieser Fülle an Gerüchen und Eindrücken ging es dann weiter, die Rambla hinab, am Nachmittag oder Abend stehen hier Straßenkünstler in irren Verkleidungen, außerdem viele Straßenhändler, die alle versuchen Klumpert zu verkaufen und die man am besten ignoriert. Am Vormittag ist es aber noch ruhig und man kommt recht schnell am Hafen an. Ein bisschen hat man ihn durch die Bäume schon durchblitzen sehen, jetzt staunt man aber doch über das riesige Kolumbus Denkmal, das majestätisch das Ende der Rambla und den Beginn des alten Hafens kennzeichnet. Es ist nicht nur die größte Kolumbusstatue weltweit, man kann sogar mit einem winzig kleinen Aufzug innen hochfahren und hat dann einen tollen Ausblick über die Stadt und den Hafen. 

Wenn ihr auf die Statue zugeht, versucht doch mal die Leute oben zu entdecken. Ein cooles Versteck, nicht? ;) 

Wir hatten Glück und waren die ersten und einzigen die hinauf wollten, deswegen hatten wir auch unbegrenzt Zeit und Platz, normalerweise darf man ja nur 10 Minuten oben verbringen und ist mit anderen Leuten zusammen gequetscht. 

Ich sag's gleich: Menschen mit Platzangst bleiben besser unten. 


Falls hier eine sehr lange Warteschlange sein sollte und man vorhat noch einen anderen höher gelegenen Punkt, wie z.B. den Montjuic oder Tibidabo zu besuchen, dann finde ich, sollte man sich die Zeit sparen, denn durch die Zacken ist die Sicht ein wenig eingeschränkt und man sieht von den anderen Aussichtspunkten noch weiter. 

Bei meinem ersten Besuch in Barcelona haben wir von hier aus eine Hafenrundfahrt gemacht, was besonders mit Kindern oder auch wenn etwas ältere Beine eine Pause brauchen, zu empfehlen ist. 

Wir waren hingegen noch fit und wollten auf die andere Seite des Hafens zur Seilbahn Telefèric, um von dort über den Hafen auf den Montjuic zu gondeln. Am Weg zwischen Kolumbusstatue und Seilbahn liegt das Maremàgnum und das Aquarium. Im Maremàgnum gibt es einige Shops und Restaurants und das Aquarium bietet sich sicher als Schlechtwetterprogramm für Kinder an. Die Toiletten im Maremàgnum sind übrigens sehr, sehr sauber und modern, es kostet zwar 60 Cent, aber das ist es wert. ;)

Nach einem ordentlichen Fußmarsch, gab es dann bei uns erstmal lange Gesichter, denn wegen technischer Probleme war die Seilbahn geschlossen... 


Also Planwechsel und über die Straße zum Strand, um dort zu Picknicken und die Pläne zu studieren um eine Alternative zum ursprünglichen Programm zu finden. 


Während wir die kleine Verschnaufpause am Strand genossen haben, sind 2 Dinge passiert: 
1. Die Seilbahn setzte sich wieder in Bewegung und 2. die Sonne blinzelte durch die Wolkendecke. 

Nummer 2 wurde mit uneingeschränkter Begeisterung aufgenommen, bei Nummer 1 waren wir ein wenig ambivalent. Will man wirklich in eine Seilbahn steigen, die vor wenigen Minuten noch wegen technischer Probleme außer Gefecht war?

Anscheinend waren wir da nicht die einzigen, denn auch diesmal gab es keine lange Schlange vor der Kassa und wir kamen ohne Wartezeiten direkt zum Aufzug und zur Gondel. Ich finde, es werden verhältnismässig viele Menschen in die Gondeln gelassen, wir waren schon fast die letzten und hatten dadurch zuerst nur noch Platz in der Mitte, von wo man natürlich kaum etwas sieht. Ein älterer Herr war dann so lieb und hat mich zum Fenster geschoben, weil er sowieso über mich drüber sehen konnte. Ich sag's ja, Barcelona lässt einfach das beste im Menschen zum Vorschein kommen. :) 


Die Fahrt vergeht dann wirklich wie im Flug, es schaukelt und rumpelt manchmal ganz schön, aber man konzentriert sich sowieso auf die herrliche Aussicht über den Hafen und das Meer und viel zu schnell ist man dann schon am Montjuic angekommen, wo sich die Aussicht dann noch zur Stadt hin erweitert. Außerdem gibt es ein paar Bankerln, auf denen man noch ein bisschen ausruhen kann, ich habe die Zeit gleich zum Kartenschreiben genützt (sie haben übrigens 6! Tage bis nach Österreich gebraucht). 

Es gibt übrigens noch eine zweite, modernere Seilbahn auf den Montjuic, bei der man weiter oben beim Castell ankommt und eine unglaubliche Aussicht über die ganze Stadt hat. Letztes Jahr mit den Kindern sind wir ganz hinauf gefahren und dann gemütlich hinunter geschlendert, da muss man allerdings schon mehr Zeit einplanen, hat dafür aber den botanischen Garten und Kinderspielplätze am Weg. Also Fans von Schlössern, Blumen oder Kinderbesitzern empfehle ich diese Seilbahn, für alle anderen reicht die Rote.

Man kann bei beiden Seilbahnen übrigens auch wieder hinunter fahren, wir haben uns stattdessen dafür entschieden, ab hier den Bus Turistic zu nehmen und so zurück in die Stadt zu fahren.


Den Hop on - Hop off Bus kann ich euch nur wärmstens empfehlen, besonders wenn man das erste Mal in der Stadt ist. Es gibt 3 Routen, die eigentlich alles Sehenswerte abdecken und man kann an jeder Station nach Lust und Laune aus- und einsteigen. Dazu bekommt man noch Kopfhörer (eigene mitnehmen ist natürlich noch besser, denn mit der Zeit drücken sie ein bisschen) und erfährt alles Wissenswerte entlang der jeweiligen Strecke.
Wer schon mal ein Hörbuch von Carlos Ruiz Zafón auf Deutsch gehört hat, darf sich hier auf ein Wiederhören freuen.

Für uns hieß es dann am Passeig de Gràcia aussteigen, denn der Höhepunkt des Tages und eines der bekanntesten Bauwerke Barcelonas wartete noch auf uns: Casa Battló!

Jeder hat sicher schon Bilder vom 'Alienhaus', wie es meine Kinder nennen, gesehen. Das berühmte Dach, das an einen Drachenrücken erinnert und eines der beeindruckendsten Werke Gaudis muss man einfach einmal besucht haben. Allerdings sollte man sich unbedingt einen Audioguide nehmen, man verpasst sonst sicherlich die Hälfte an Details, die man zu sehen bekommt und das wäre in diesem Fall wirklich schade.


Für uns ging damit der erste Tag in Barcelona schon fast zu Ende, nur noch ein wenig Bummeln und Abendessen mit meinem Mann standen auf dem Programm, schließlich waren wir alle drei ziemlich müde.

Am nächsten Morgen ging es dann aber gut ausgeruht wieder vom Placa de Catalunya los, diesmal allerdings ins Barri Gòtic bei herrlichem Sonnenschein. Hier kann man sich einfach treiben lassen, sehr sehenswert und nicht verpassen sollte man den Palau de la Música Catalana, aber wir haben auch über die engen Gässchen, die Straßenkunst und die vielen einmaligen kleinen Geschäfte gestaunt. Ich würde kein Einziges davon jemals wiederfinden, aber genau das macht für mich auch den Reiz des Viertels aus.


Im Barri Gòtic finden sich auch der Mercat de Santa Catarina, der im Vergleich zum Boqueria Markt sehr sauber und übersichtlich ist und ein besonders hübsches Dach hat und die Kirche Santa Maria del Mar. Dazwischen liegt übrigens auch das Picasso Museum, das kann man sich gleich für einen Schlechtwettertag merken. Es ist anscheinend auch ein sehr beliebtes Ziel für Schulausflüge. ;)


Uns zog es aber weiter in den Parc de la Ciutadella, wo auf der einen Seite ein Fotoshooting für eine Modemarke veranstaltet wurde, während es auf der anderen Seite bei einer Demonstration recht turbulent zuging.
Über den Zoo, der am unteren Ende des Parks beheimatet ist, habe ich bis jetzt nur Schlechtes gehört, angeblich sollen es die Tiere dort nicht gerade fein haben, vielleicht weiß da jemand Näheres aus erster Hand? Für uns kam ein Zoobesuch sowieso nicht in Frage (Schönbrunn würde es uns nie verzeihen), stattdessen besichtigten wir lieber einen der größten Brunnen Barcelonas, bei dem wiedermal Antoni Gaudi seine Finger im Spiel hatte.


Ich finde, der Park ist eine schöne Alternative zum Meer, es gibt etliche Kunstdenkmäler und man kann hier sicher einen ganzen Nachmittag verbringen. Auf dem See in der Mitte kann man sogar Bootfahren, eine Schülergruppe hatte ihren Spaß und wäre dabei fast Baden gegangen. Kinder, die dazu neigen, 'ganz unabsichtlich' in diverse Gewässer zu fallen, sollte man vielleicht doch lieber nicht in die Nähe des Sees lassen, das Wasser sieht durchaus so aus, als könnten Gaudis Drachen aus dieser Ursuppe entstanden sein.

Wir konnten jedenfalls trockenen Fußes zur nächsten Busstation marschieren, diesmal ging es auf der blauen Route weiter und genossen die Fahrt Richtung Parc Guell. Dort gab es dann eine große Enttäuschung, denn dass der Park inzwischen nicht mehr frei zugänglich ist wusste ich, nicht aber, dass man auch nur zu bestimmten Zeiten hinein darf. So ganz habe ich das System noch nicht verstanden, da muss ich mich erst vor einem neuerlichen Besuch schlau machen, wir hätten jedenfalls von viertel zwei bis halb 5 warten müssen, um die sogenannte 'Monumental Zone' besuchen zu können.
Letztes Jahr war der ganze Park noch frei und man konnte herumschlendern wie man wollte, warum das geändert wurde, ist mir ein Rätsel.

Wir hatten jedenfalls keine Lust so lange zu warten, obwohl der Park wirklich sehenswert ist und sind stattdessen wieder hinunter gebummelt, es gibt viele kleine Geschäfte mit Souvenirs und Karten, die wir natürlich alle besuchen mussten.

Statt also durch den Parc Guell zu spazieren, ging es wieder zurück zum Bus und weiter mit der blauen Route bis zum Zentrum. Man kommt hier auch bei der berühmten Arena des FC Barca vorbei, aber ihr müsst da nicht aussteigen, auch wenn sich der Bus plötzlich komplett leert. ;)


Als kleinen Trost für den verpassten Parc Guell, machten wir dagegen einen kurzen Abstecher zur Casa Vicens, ein ebenfalls von Gaudi entworfener Bau, den man allerdings nicht von innen besichtigen kann, da er in Privatbesitz ist.
Ich frag mich ja immer, wenn solche Gebäude in privaten Händen sind, was machen die Leute damit? Wohnen die dort??? Das wäre schon abgefahren, oder?


Unser Hotel lag direkt ums Eck, daher ging es vor dem Abendessen noch kurz ins Zimmer zum Frischmachen und Einkäufe verstecken ablegen und dann schon wieder zurück zum abendlichen Treffen mit meinem Mann.

Am dritten und letzten Tag hatten wir nur zwei feste Programmpunkte geplant, für die man sich einfach genügend Zeit nehmen muss.
Zuerst ging es zur Sagrada Familia, da kann ich euch nur dringend dazu raten,  die Karten schon vorab über die Homepage zu kaufen und vergesst auch hier nicht auf einen Audioguide! Ohne macht es wirklich keinen Sinn, finde ich.
Und umso früher ihr dort seid, umso weniger Gedränge gibt es, das sollte man auch bedenken.

Jetzt also zur Sagrada Familia.... ich meine... hm... ehrlich????
Was hat Gaudi geraucht und wo bekommt man das?

Die Sagrada Familia ist einfach unbeschreiblich. Jeder von uns war ja sicher schon in einigen Kirchen und ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde sie immer so düster und bedrückend. Ich bin noch nie in eine Kirche gegangen und hätte am liebsten los gesungen, gelacht und getanzt.
Dieses Mal schon.
Und ich kann überhaupt nicht singen.


Letztes Jahr war ich noch der Meinung, dass die Sagrada Familia niemals nicht bis 2026 fertig gestellt sein würde. Nachdem ich jetzt die Baufortschritte von knapp 1,5 Jahren gesehen habe, würde ich nicht mehr darauf wetten. Im Ernst, ich glaube, die schaffen das wirklich!
Aber bitte jetzt nicht alle gleich für 2026 eine Reise buchen!

Nach der Sagrada Familia braucht man einfach eine kleine Pause, entweder geht man gemütlich einen Kaffee trinken oder setzt sich in einen Bus Turistic, aber man sollte die ganzen Eindrücke und Informationen ein bisschen wirken lassen, bevor es weiter geht.

Wir wollten unseren letzten Nachmittag am Strand geniessen, allerdings nicht nur faul in der Sonne liegen, sondern die Promenade mit einem Tandem unsicher machen. Falls ihr auch auf diese Idee kommen solltet, braucht ihr euch keine Sorgen zu machen: Die Barcelonèsen hüpfen sehr gekonnt und schnell aus dem Weg, wenn zwei blonde Frauen auf einem Tandem daherkommen und dabei recht quietschen und lachen. Für dunkelhaarige Frauen oder Männer übernehme ich aber keine Garantie! 





Für alle, die sich jetzt die eine Frage stellen: JA, man hätte theoretisch noch Schwimmen können, es waren auch einige im Wasser. Wir waren allerdings nur mit den Füßen ein wenig Planschen. :D

Mein Mann hatte am letzten Tag schon ein bisschen früher Schluss, deswegen konnten wir noch alle unsere Reise ganz gemütlich bei einem letzten Streifzug durch el Born im Barri Gòtic begleiten. Und obwohl wir doch erst am Vortag im Viertel unterwegs waren, haben wir wieder ganz einzigartige kleine Shops und Plätze entdeckt. 


Und so schnell waren die drei Tage dann auch schon wieder vorbei... ich sag es euch ehrlich, ich würde sofort wieder fliegen und beneide jeden, der gerade ein Flugticket Richtung Barcelona besitzt. 

Aja, apropos Flugticket - noch ein paar kleine Tipps zum Schluss: 

Vom Flughafen El Prat in die Stadt und zurück kommt ihr am besten mit dem Aerobus, der alle 5 Minuten fährt und sehr komfortabel ist. Ticketautomaten gibt es direkt bei den Haltestellen oder Online. 

Metro: nehmt euch am Anfang eurer Reise am besten ein T-10 Ticket, das können auch mehrere Personen nutzen und ist am kostengünstigsten, außer ihr wisst, dass ihr die Metro kaum nutzen werdet, weil ihr zum Beispiel ganz zentral wohnt oder nur den Bus Turistic nehmen wollt. 

Wenn es irgendwie möglich ist, versucht unter der Woche zu kommen und nicht am Wochenende. Es sind sowieso schon viele Leute in der Stadt, aber am Wochenende, wenn auch die Einheimischen in die Parks und an den Strand strömen, ist es natürlich noch voller.
Außerdem sind die Kindergarten und Schulkinder so süß, wenn sie in der Früh in ihren Uniformen zur Schule düsen.

Barcelona mit Kindern oder ohne? Ich finde, die Stadt ist sehr kinderfreundlich, also ab dem Schulalter, wenn sie schon gewisse Strecken zurücklegen können, würde ich sagen, Barcelona ist sogar super mit Kindern zu machen, wenn man das Programm speziell darauf ausrichtet. Meine beiden waren 7 und knapp 10, als wir mit ihnen waren und das war ein tolles Erlebnis für beide. Mit kleineren Kindern kann ich mir dagegen vorstellen, dass es mühsam wird. Die Metros sind nicht auf Kinderwägen ausgerichtet, es gibt nicht überall Rolltreppen und Lifts, im Bus Turistic wird es auch schwer und es sind so viele Leute in den Straßen unterwegs, dass man höllisch aufpassen oder eben das Zentrum meiden muss. 

Dann würde ich euch noch empfehlen, an einem Abend anzureisen und am Morgen wieder abzufliegen. Ich weiß, es ist durch die zwei zusätzlichen Nächte teurer und nicht jeder will oder kann es sich leisten, aber ich persönlich finde es sehr viel entspannter. Außer man bleibt natürlich länger. Ein Jahr oder so. Ansonsten heißt es jede Stunde in dieser Stadt auszunützen und da will man ja nicht gerade seinen Koffer mitschleppen müssen. 

Aja, das Thema Koffer: nehmt einen riesigen Koffer mit, der am besten zu 9/10tel leer ist. Vor dem Rückflug bittet ihr dann den übergewichtigen Gast vom Nebenzimmer darum, dass er sich drauf setzt, damit ihr ihn schliessen könnt. 

Bezüglich Nachtleben oder Restaurants kann ich keine Tipps geben, in der Nacht lebe ich am liebsten im Bett :D und beim Essen halten wir es immer so, dass wir einfach so lange durch die Gegend spazieren, bis wir ein einladendes Restaurant finden. Bis jetzt hat das immer ganz gut geklappt. 

Und, wer hat bis hierher durchgehalten? Ich nehme mal an: niemand. :D 
Aber vielleicht hat es sich doch der eine oder andere für später gespeichert, weil Barcelona noch auf seiner Reiseliste steht. 

Mir hat es jedenfalls sehr großen Spaß gemacht, unserer Reise zu dokumentieren und ich habe gleich eine kleine Gedächtnisstütze für mein Reisefotoalbum, das ich sicher (irgendwann) noch machen werde.

In den nächsten Tagen werde ich wahrscheinlich noch ein paar Dinge ergänzen und recherchieren, ich frage mich, ob es Sinn macht, genaueres über die Preise zu schreiben, aber das kann sich ja so schnell ändern, wie man am Parc Guell gesehen hat. 

Naja, das kann ich ja noch überdenken... Tenir un bon dia! 

Kommentare :

sabsmitkater hat gesagt…

Guten Morgen! Ich habe die Mamacita auch in meinem heutigen Beitrag :-) Deine gefällt mir auch, und ich wurde grad daran erinnert, das ich auch nen Plotter haben mag :-) Und deinen Johanna-Jeansmantel hab ich mir auch grad angeschaut, der ist ja mal richtig klasse - und Du hast recht, unsere Johannas ähneln sich tatsächlich ein bisschen ;-) Hab einen schönen Tag, lieben Gruß, Sabrina

K didit hat gesagt…

wow, super Reisebericht. wir waren 2008 in Barcelona und waren ebenfalls begeistert und können alles utnerschreiben, was du über die leute und das Flair schreibst. aber "unsere" Stadt ist Rom, da fahren wir um Ostern erstmals mit den kindern hin, - wir fahren traditioneller weise alle 5 jahre... :-)

deine mamacita ist toll!

lg kathrin

Geraldine Cherry hat gesagt…

ICH hab durchgehalten ;) Toller Bericht!!! Ich bin ja ein Mega Barcelona Fan und war eine zeitlang ein paar Mal im Jahr dort :) (und mit Göttergatten natürlich das Stadion anschauen ;S) Bei manchen Sachen hatte ich ein déjà vu, andere waren mir neu. Hat Spass gemacht deinen Bericht zu lesen und die Fotos zu sehen ;)
Ach ja, dein Shirt ist natürlich auch toll ;) nur so am Rande bemerkt ;)
GLG, Geraldine

JULA Puppenkleidung hat gesagt…

Toll - da krieg ich wirklich Lust auf diese Stadt...
Mal sehen...
Lg, Claudia

Klaudia hat gesagt…

ooooh doch, ich hab durchgehalten, ich bin nämlich auch eine "aficionada" und obwohl ich längere zeit in barcelona gewohnt habe, kenne ich nicht alle ecken, die du vorgestellt hast.

zu barcelona mit familie noch meine erfahrungen: wir waren letztes jahr auf der hochzeit meiner freundin mit allen kindern, damals 14, 11, 6 und 3, und es hat großen spaß gemacht. wir haben über oh-barcelona.com eine wohnung im barrio gotico gemietet, so hatten die kinder eine art von zuhause. nach einer bäckereirunde am morgen haben wir am vormittag etwas angeschaut, haben nachmittags siesta gehalten, waren dann einkaufen und verbrachten den nachmittag mit picknick am strand, bis die sonne unterging.

dieses jahr im juni war ich auch sehr erstaunt, dass der parc guell plötzlich eintritt kostet, allerdings nur für den hauptteil und dafür finde ich 8,- euro ein bisschen viel. wir haben uns jedenfalls mit dem rest des parks zufrieden gegeben. aber trotzdem: barcelona ist eine wunderbare stadt und ich freu mich schon auf das nächste mal :)

!muchos saludos!
klaudia

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