Donnerstag, 4. Mai 2017

Essaouria oder 'wie mir beinahe die Schuhe geklaut wurden'


Tag 4

Wenn man nach Essaouira fährt, warten die 'Touristenfänger' schon bei der Stadteinfahrt
und wollen dir von Kamelreiten bis Hotelzimmer irgendetwas verkaufen, 
wir haben uns natürlich nicht einfangen lassen und ein kleines Riad aus unserem Reiseführer ausgewählt. Es liegt recht zentral und sieht von außen ein bisschen dubios aus, 
innen war es aber wieder sehr fein. 


Und ganz besonders schön war die Dachterrasse, auf der man das Frühstück genießen konnte.


Die Kinder wollten nun endlich an den Strand, 
es war genau wie angekündigt ziemlich windig und dadurch zu kühl zum Baden. 



'Ist ja überhaupt nicht soooo kalt!' ;D



Den Nachmittag haben wir dann trotzdem dazu genützt, die Medina von Essaouira zu erkunden
und dieser Bummel war viel angenehmer als in Marrakesch. Die Händler sind natürlich an den Touristen interessiert, aber sie sind nicht so aufdringlich und man kann sich die Waren
auch einfach nur in Ruhe ansehen und dann doch nichts kaufen.



Besonders faszinierend fand ich die vielen blauen Türen in den unterschiedlichsten Verwesungsstadien (da habe ich eine Menge Fotos geschossen)
und die kleinen Galerien, man merkt, dass in der Stadt viele Künstler zu Hause sind.



Eine ganz besonders lustige Begegnung hatten wir noch dazu im Labyrinth der Medina,
als uns plötzlich ein Mann nachgelaufen kam.
Zuerst verstand ich überhaupt nicht was er wollte, er deutete dauernd auf meine Schuhe
und wollte, dass ich sie ausziehe, was mich gelinde gesagt, ein wenig irritiert hat.

Als er mich dann endlich soweit hatte und ich barfuß dastand,
rannte er auch schon mit meinen Schuhen davon und verschwand in einer kleinen Werkstatt,
wir natürlich hinterher.

Drinnen war der Mann schon dabei eine Skizze meiner Schuhe anzufertigen,
wir wurden zu Tee und Gebäck eingeladen, mussten aber leider ablehnen,
da wir die Kinder alleine im Hotel gelassen hatten und schon recht lange unterwegs waren.



Essaouira hat uns allen sehr gut gefallen, die Stadt hat ihren ganz eigenen Charme
und ich kann mir gut vorstellen, dass man sich dort sehr schnell wie zu Hause fühlen kann
und auch eine längere Zeit bleiben möchte.

Für uns hieß es aber schon am nächsten Morgen Abschied nehmen
und weiter Richtung Süden zu ziehen, die Kinder hatten Seeluft geschnuppert
und waren richtig heiß auf atlantische Wellen.

Tag 5 

Einen Plan hatten wir für diesen Tag nicht, wir wollten einfach Richtung Süden fahren und schöne Plätze entdecken. Ganz besonders aufregend war unser erstes wildes Kamel.
Man sieht sie in Marokko recht oft in Begleitung von Menschen, meistens herausgeputzt,
damit die Touristen auf ihnen reiten können, aber so 'wild' war schon einmalig.



Wäre es kühler gewesen, wären wir eher in Richtung Landesinnere gefahren, doch nach der ersten Begegnung mit dem Atlantik hatte uns alle das Meerweh gepackt, daher ging es immer der Küste entlang. Und genauso entdeckten wir die schönsten Plätze und verbummelten den ganzen Tag. 


In Taghazout gab es dann zum ersten Mal ein richtig ausgiebiges Abendessen in einem Restaurant, 
nach ein paar Tagen essen im Gehen, Fahren oder am Boden hockend, war das ein richtiges Festmahl,


tote Kakerlake unter dem Tisch und wunderschöner Sonnenuntergang inklusive.


Da wir dadurch erst ziemlich spät auf Hotelsuche gehen konnten
und die Suche in der Gegend um Taghazout nicht erfolgreich war, 
haben wir uns dann entschlossen noch bis Agadir weiterzufahren, dort ist die Chance auf freie Zimmer am größten und tatsächlich war auch gleich im ersten angefragten Hotel noch ein Gemeinschaftszimmer frei. Es war allerdings auch das schäbigste auf unserer Reise, für einen knapp 10 stündigen Aufenthalt im Tiefschlaf aber völlig ausreichend. 


Auf einen kleinen Abstecher ins Paradise Valley nehme ich euch dann morgen mit. :)






Kommentare :

kristina hat gesagt…

Und schon wieder so wunderschöne Eindrücke!
Deine Fotos machen auf jedenfall Lust auf mehr!
LG kristina

made with Blümchen hat gesagt…

Oh wie schön, dass du uns an dieser Reise teilhaben lässt! Hach, Meerweh. Deine Schlapfen werden in Essaouria der Renner, wirst sehen! Und wann fangen wir an, Skizzen von Schuhen zu machen und sie selbst zu fertigen? ;-) lg, Gabi

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