Dienstag, 16. Oktober 2018

Betten wir uns auf Paletten


Nach unserem Paletten-Schuhregal haben wir uns letztes Wochenende an ein zweites
Palettenprojekt gewagt, das zwar ein wenig größer in den Dimensionen ausgefallen ist, 
aber insgesamt viel einfacher zum Umsetzen war:

Das Palettenbett 




Während der letzten 6 Jahre haben wir auf einem Ikea Sofa geschlafen, 
das noch dazu um ca. 20cm zu schmal für die Matratze war - 
eine sehr abenteuerliche Konstruktion und auch wenn der Kuschelfaktor dadurch hoch war, 
ich bin doch froh, dass die Gefahr aus dem Bett zu fallen jetzt deutlich geringer ist. 

Wir haben für unser Bett keine gebrauchte Ware genommen, sondern ganz neue Europaletten, 
die sogar schon vorgehobelt waren, gibt es aktuell in so gut wie jedem Baumarkt 
und erspart doch einiges an Arbeit.
Wir mussten trotz Vorhobelung jede Palette noch gründlich schleifen, 
hat bestimmt pro Stück 30 Minuten gedauert, 
dafür kann man jetzt aber über das Holz streichen, ohne sich einen Schiefer einzuziehen. 


Besonders cool finde ich die vielen Fächer, in denen ich bestimmt bald einen Haufen Zeug 
verstauen werde, ein Anfang in diesem Punkt ist schon gemacht... ;) 


Das 'Nachttischchen' von oben nochmal: 


Links sieht man, dass da auch Zeitschriften / Laptops und Co ihren Platz finden. 

Und für die Fußseite plant mein Mann noch Läden, 
schauen wir mal, ich werde in das obere Fach einfach meine Nähzeitschriften stopfen, 
fällt ihm bestimmt gar nicht auf. :D  



Wie man sieht, haben wir überhaupt keine Versiegelung o.ä. verwendet, 
ich wollte Natur pur und schätze, das können wir immer noch nachholen, 
sollte es notwendig werden. 

Oder habt ihr damit schon Erfahrungen gesammelt und findet, das geht gar nicht?

Der Unterschied zum Schuhregal könnte jedenfalls nicht größer sein. :D


War vielleicht nicht das letzte Palettenprojekt, alle gute Dinge sind ja bekanntlich drei... ;) 

Habt einen wunderbaren Dienstag!

Verlinkt bei:
Create in Austria




Dienstag, 9. Oktober 2018

Weihnachtsgeschenke to be


So richtig hinterher komme ich mit meinen Baustellen zur Zeit zwar nicht, 
trotzdem oder eher gerade deswegen, möchte ich mir wieder ein bisschen mehr Freiraum für mich schaffen und täglich ein paar Minuten kreativ werkeln. 

Ich glaube, das wird mir den täglichen Arbeits-, Haushalts- und Teeniewahnsinn 
ein wenig erleichtern. ;)

Am Wochenende hatten wir im Werksalon Tag der offenen Tür 
und einige meiner KollegInnen haben interessante Techniken vorgestellt, 
unter anderem auch den Fototransfer auf Holz. 

Ich muss gestehen, ich hab die Zutaten dafür ja seit Jahren zu Hause, 
Bine Brändle sei Dank, 
aber nie die Motivation gefunden, es nun tatsächlich mal auszuprobieren.

Aber weil es mir im Werksalon so getaugt hat hoffe ich, dass meine Kleber noch nicht kaputt sind
und ich dieses Jahr damit ein paar Weihnachtsgeschenke machen kann. 

Natürlich passt 'nur' Foto jetzt nicht so ganz zu mir, 
deswegen habe ich noch ein wenig Farbe ins Spiel gebracht, 
nichts Aufwendiges, nur ein paar Kleckser 
und jetzt bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis. 


Mir fallen da noch einige Lieblingsbilder ein, die ich so bearbeiten könnte, 
schauen wir mal, ob ich dazu wirklich die Zeit und Muse finde, 
aber für Weihnachten stehen die kleinen Bilder definitiv 
schon ganz oben auf meiner Geschenkeliste!

Habt einen schönen Herbsttag! :)

Verlinkt bei:
Create in Austria


Dienstag, 25. September 2018

Mosaikalisch unterwegs...


Zur Abwechslung zum ersten Mal seit Monaten mal wieder etwas Selbstgemachtes:

 Mosaiktrittsteine für den Garten. 

Im Garten liegen sie zwar noch nicht, damit möchte ich bis zum Früh-Frühling warten, 
aber soweit sind sie mal fertig. 


Auf meiner ToDo Liste standen sie schon seit Jaaaaahren, 
deswegen hat sich auch eine Menge Material angesammelt, nicht wundern. ;) 

Da hätten wir einmal die größte Version, 
bestehend aus zerschlagenen Fliesen, einem Herz aus Glas in der Mitte
und die Keramik mit dem roten Muster war eine kleine Servierschale aus Marokko, 
die jemandem aus der Hand gefallen ist. 


Dieser bunte Geselle war mal ein Teller, gekauft in Frankreich 2009, 
vom Tisch gerutscht 2012...
garniert mit ein paar riesigen Glasmurmeln und einer Keramikblume.


Hier haben wir Teile einer zerschlagenen Fliese,
an deren Zerstörung mal ausnahmsweise keines meiner Kinder Anteil hatte, 
sondern die ich gleich so zusammen mit anderen Mustern gekauft hatte. 

Als Goodie habe ich damals dazu ein paar bunte Stein/ Fliesen-Nuggets bekommen,
die ich auch gleich eingebaut habe. 


Und der wutzi-wutzi Kleine besteht aus dunkelblauen und türkisen Glasnuggets 
und einem roten Glasherz. 


Die Torte ist angerichtet: 


Nachdem das so wunderbar geklappt hat, haben wir gleich nochmal 
zwei Trittsteine gemacht (siehe meine Insta-Story von gestern), 
diesmal allerdings mit ein paar zusätzlichen Tipps
von einem lieben Werksalon-Kollegen. 



Vielleicht schreibe ich eine kurze Anleitung beim nächsten Blogpost über die Trittsteine dazu,
obwohl...
eigentlich gibt es eh schon genügend Tutorials und ich schätze mal, 
da wird euch eine weitere nicht besonders interessieren, oder?

Na mal schauen, ob Fragen auftauchen. 

Habt einen tollen Dienstag! :)

Verlinkt bei:
Create in Austria


Dienstag, 18. September 2018

Madagaskar Reisetipp #5: Trauminseln




Madagaskar ist auf vielfältige Weise faszinierend, 
aber warum ich am liebsten gleich dort geblieben wäre, zeige ich euch heute:
Ich habe mich Hals über Kopf ins Inselleben verliebt. 

7 Inseln, Madagaskar selbst nicht mitgezählt, haben wir erkundet 
und dabei die beste Zeit unseres Lebens gehabt. 

Über Nosy Antsoha habe ich ja schon hier geschrieben: klick
deswegen fange ich heute gleich bei Insel Nr. 2 an: 

Nosy Be


Nosy Be im Norden ist die größte Insel Madagaskars und oft als zu touristisch verschrien. 
Ich habe das interessanterweise gar nicht so empfunden, möglicherweise, weil wir nicht in der Hauptsaison unterwegs waren und alles sehr ruhig war. 
Ich fand es eigentlich ganz schön, dass ich nicht mehr die einzige hellhäutige Person weit und breit war und nicht mehr so angestarrt wurde. :D 

Wie erreicht man Nosy Be am besten?


Die meisten Touristen kommen mit dem Flugzeug, es gibt sogar Direktflüge aus Europa, 
theoretisch kann man also seinen kompletten Urlaub auf der Insel verbringen, 
meistens wird es aber eher eine Kombination mit anderen Touren (Nationalparks) sein. 

Je nachdem von wo man also kommt oder wohin man danach möchte, 
sollte man entweder Inlandsflüge nehmen oder aber auf der Straße einen ordentlichen Zeitpolster einplanen. Ich glaube, ich habe schon erwähnt, dass die Nationalstraßen in einem katastrophalen Zustand sind und man für die rund 900km von Tana nach Ankify zum Hafen, mindestens 2 volle Tage braucht. Wenn möglich, ist das Flugzeug also definitiv die beste Wahl. 

Von Ankify kann man auch mit dem Schnellboot übersetzen, 
entweder ganz exklusiv (und daher ein bisschen teurer) alleine 
oder kuschelig mit einigen anderen Passagieren. 

Falls ihr aus irgendeinem Grund mit einem Auto nach Nosy Be wollt:
es gibt Autofähren, die wesentlich länger als die Schnellboote brauchen. 
Am besten also Auto auf die Fähre bringen, selber mit dem Schnellboot übersetzen 
und dann bei einem Kaffee auf das Auto warten.

Auf Nosy Be selbst sind die Straßen auch nicht wesentlich besser, man kommt am besten mit einem der vielen Tuk-Tuks voran, gut festhalten sollte man sich allerdings, 
die Geschwindigkeit ist oft ziemlich abenteuerlich... ;)

Wo wohnt man auf Nosy Be? 


Es gibt inzwischen auch richtige Luxus-Resorts auf der Insel, vor allem im Norden, 
daneben gibt es aber auch viele preiswertere und trotzdem recht gute Hotels
Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Bedingungen nicht mit europäischen Verhältnissen vergleichbar sind. Auch wenn in der Hotelbeschreibung von fließendem Warmwasser die Rede ist, kann es sein, dass es öfter mal ausfällt, eher lauwarm ist oder überhaupt nur tröpfchenweise aus dem Hahn kommt. 
Man kann sich über diese Dinge natürlich beschweren, die Madagassen werden auch versuchen das Problem zu lösen, aber manchmal wird man sich einfach damit abfinden müssen 
und den Aufenthalt in Madagaskar als das sehen was er ist:
ein einmaliges Abenteuer! 

Wir hatten auf Nosy Be zwei verschiedene Unterkünfte, beide waren richtig toll
und kann ich durchaus weiterempfehlen (Stand August 2018): 
zuerst waren wir im Sable blanc und dann noch eine Woche im Arc en ciel. 

Im Sable blanc konnte man von der Terrasse direkt ins Meer springen, 
im Arc en ciel war der Strand nicht so schön, dafür gab es einen feinen Pool 
und war der perfekte Ausgangspunkt für unsere Ausflüge. 

Sprachtechnisch gesehen ist es auch wesentlich einfacher als auf dem Festland, 
denn die Menschen können oft Englisch oder Italienisch, sogar hin und wieder ein paar Brocken Deutsch - neben Französisch natürlich. 


Was kann man auf Nosy Be machen?


1. Ausflüge zu anderen Inseln 
Buchbar über die Hotels oder Strandverkäufer, die einen überall ansprechen. 

2. An Traumstränden den Tag genießen. 
Orangea Plage ist (angeblich) der schönste Strand auf Nosy Be, 
man findet aber auch andere wunderschöne Plätzchen. 

3. Schnorchel- oder Tauchausflüge

4. Nationalpark Lokobe

oder als Alternative

Lemurialand
vor allem mit Kindern ein netter Ausflug 

5. Den Sonnenuntergang vom Mont Passot aus genießen, 
fantastischer Ausblick und wilde Lemuren inklusive. 



Nosy Vorona und die drei Brüder


Okay, Hand aufs Herz: wer hat auch schon mal davon geträumt, 
auf einer einsamen Insel zu leben?

Welche drei Dinge würdest du mitnehmen?
Wie schnell würde dir langweilig werden? 
Und fürchtet man sich eigentlich in der Nacht? 

Auf Nosy Vorona kann man das in der Lightversion selber ausprobieren. 

Es gibt zwar einen Wächter und 1 - 2 Damen, die sich ums Kochen und den Bungalow kümmern, 
sie bleiben aber die ganze Zeit im Hintergrund und man fühlt sich tatsächlich so, 
als wäre man ganz alleine dort. 


Die Insel ist winzig klein, 2,5km2 und der perfekte Platz um sich ein paar Tage zu entspannen, 
in der Hängematte zu lesen, zu schnorcheln, mit dem Kajak eine Tour zu der Nachbarinsel - 
den drei Brüdern zu machen oder Sandburgen zu bauen. 

Die Fahrt hinüber zu den drei Brüdern war auch sehr aufregend, 
man sitzt in diesem winzigen Kajak (in dem man sogar schon mal gekentert ist)
und das Wasser wird immer tiefer, man sieht schnell den Grund nicht mehr 
und weiß, dass einem so schnell keiner zu Hilfe kommen wird, sollte etwas passieren. 

Es ist eine Mischung aus purer Abenteuerlust und ein bisschen angsteinflössend gleichzeitig. 


Und dann erkundet man diese Insel, auf der es nichts gibt, als hätte noch niemals ein Mensch einen Fuß darauf gesetzt. Es gibt ein paar Krabben, viele riesige Muscheln und Felsen, über die man klettern kann. 

Ich war schon recht froh, als wir wieder heil auf 'unserer' eigenen kleinen Insel angekommen sind
und im Liegestuhl dem Sonnenuntergang zuschauen konnten. 


Wir haben drei Nächte auf Nosy Vorona verbracht, ich wurde dort sogar um ein Jahr älter 
und für mich war es eines dieser Erlebnisse, die ich nie wieder vergessen werde.

Jeder hat ja so seine Träume - und das war einer von meinen ganz großen. 


Nosy Sakatia 


ist ein wahres Paradies für Unterwasserinteressierte und Traumstrandliebhaber
und außerdem berühmt für seine Riesenschildkröten


Wir hatten uns für eine Kombination aus Schnorcheln mit den Schildkröten
und relaxen am Strand entschieden, Mittagessen inbegriffen und es war ein 
richtig traumhafter Tag, der leider viel zu schnell vorüber ging. 


Die Insel liegt westlich vor Nosy Be und ist mit dem Schnellboot in ca. einer halben Stunde erreichbar. Inzwischen gibt es auch Unterkünfte, d.h. wer sich wirklich einmal für ein paar Tage ausklinken möchte, kann das hier so richtig genießen (und sollte es unbedingt tun!).

   

Rund um Nosy Be gibt es noch eine ganze Menge weiterer Inseln, 
ein Paradies neben dem anderen, 
es ist wirklich unglaublich, dass die Tourismusindustrie sich hier so ein gutes Geschäft
 durch die Finger gehen lässt, 
besser allerdings für uns, denn genau dieses Einsamkeits-Feeling, die unberührten Strände, 
die kleinen, familiären Unterkünfte machen den Unterschied aus. 

ALSO FLIEGT BLOSS NICHT NACH MADAGASKAR!!!

Oder erzählt zumindest niemandem davon! ;)

Wir fliegen jetzt auch mal ganz schnell weiter und landen auf 

Sainte Marie 


vor der Ostküste Madagaskars. 

Und ich meine wirklich fliegen

Ihr könnt auch gerne paddeln, schwimmen oder einen Buckelwal als Taxi nehmen, 
aber kommt bloss nicht auf die Idee, eines der Boote zu nehmen!

Gut, ihr meint jetzt vielleicht, dass ich übertreibe... 
aber dann wart ihr bestimmt noch nie so richtig seekrank 
(ich übrigens davor auch noch nie) 
und ich kann euch sagen: auf dem Boot zwischen Mahambo und Sainte Marie waren 
ALLE seekrank, die Skala reichte nur von 'richtig sterbensübel' bis 'ziemlich fies übel'. 

Ich sage nur soviel: Speibsackerln werden gleich im Mulitpack ausgegeben... ;) 

Wenn man dann aber mal dort ist, will man nie wieder weg, zumindest ging es mir so.

Die Straßen auf Sainte Marie waren viel besser als überall sonst, 
es war auch sehr wenig Verkehr, eher muss man aufpassen, dass keine ballspielenden Kinder 
auf die Straße laufen. Hühner, Schweine und Co waren eher seltenere Gefahren. 

Deswegen bietet es sich auch an, sich selbst ein Moped zu leihen und damit die Insel 
unsicher zu machen. Als Alternative kann man aber natürlich auch immer ein Tuk-Tuk nehmen. 


Wo wohnt man auf Sainte Marie?


Die Hotels sind wie auf Nosy Be schon viel mehr auf die Bedürfnisse der Touristen ausgerichtet, 
daher aber auch duchschnittlich teurer als auf dem Festland. 

Die Unterkunft auf Sainte Marie war die einzige, die wir schon vor unserer Reise gebucht hatten,
weil überall stand, dass es in der Hauptsaison recht schwierig mit Zimmer werden könnte 
und obwohl dann doch gar nicht so viel los war, waren wir sehr froh darüber, 
denn es war einfach perfekt!

Wir hatten im Hotel Lakana zwei Wasser-Bungalows reserviert 
und es hätte definitiv für die letzten Tage keinen besseren Ort geben können. 


Es ist natürlich schon auch Glücksache, wenn man gerade am Fenster sitzt und malt 
und dann zieht ein Stückchen weiter draußen eine Walfamilie vorbei... 

Apropos Wale:

Was kann man auf Sainte Marie machen?


Unangefochtener Grund Nr. 1 auf die Insel zu kommen sind die 


1. Buckelwale 

Im Winter (also hier Sommer) ist die perfekte Zeit um Buckelwale zu beobachten. 
Sie kommen in die geschützte Bucht um Sainte Marie, um hier ihre Jungen zu bekommen 
und werden von den Madagassen jedes Jahr mit einem großen Festival begrüßt. 

Wenn man sie einmal aus der Nähe gesehen hat, ihre Gesänge gehört hat - 
man versteht sofort, warum sie in Madagaskar heilig gelten und 'großer Gott' genannt werden. 

Lasst euch diesen Gänsehaut-Moment nicht entgehen wenn ihr die Chance dafür bekommt, 
allerdings würde ich euch empfehlen nur mit einer Organisation hinaus zu fahren, die sich dem Schutz der Wale verschrieben hat. 

Nur so könnt ihr euch sicher sein, dass ein Schutzring um die Wale eingehalten wird, man ist trotzdem noch immer nah genug dran, verschreckt die Tiere nicht und richtet keinen Schaden an. 



Auf Sainte Marie wird euch aber auch abseits der Walsaison nicht langweilig, 
da wäre z.B. 

2. der legendäre Piratenfriedhof
Er kann nur mit Guide besichtigt werden, dabei erfährt man aber eine Menge spannende Geschichten und lernt nebenbei einiges über die Pflanzen rundherum. 

Nachdem mein Kreislauf von der Bootsreise (obwohl da schon drei Tage vergangen waren!) noch ein wenig in Mitleidenschaft gezogen war, hat mir unser Guide sogar einen Blätterhut als Schutz vor der Sonne gemacht. :) 

Einen weiteren Tag kann man für 
3. den Naturpool einplanen, 
denn der Weg dorthin kann ganz schön anstrengend werden.

4. Wie fast alle madagassischen Inseln bietet sich auch Sainte Marie zum Relaxen am Strand
oder Schnorcheln und Tauchen an. 


Und dann gibt es noch

Nosy Nato


meistens Ile aux Nattes genannt, zwar eine eigene Insel aber sozusagen 
die kleine Schwester von Sainte Marie. 

Fast könnte man bei Ebbe die Insel zu Fuß erreichen, versuchen sollte man es trotzdem nicht, 
erst vor ein paar Jahren ist angeblich ein Tourist bei dem Versuch ertrunken, 
da die Strömungen doch sehr unberechenbar sein können (und die Flut schneller kommt als gedacht). 

Allzuviel kann man auf Nosy Nato eigentlich gar nicht machen, 
man ist beinahe gezwungen, die Füße in den Sand zu stecken und zu relaxen,  
dazu passend hat sich die Insel anscheinend dem Reggae-Thema verschrieben
und selbst die wilden Lemuren scheinen ein wenig bekifft in den Ästen zu hängen. ;) 


Es gibt inzwischen schon eine Menge Hotels auf der kleinen Insel, 
ich fand es trotzdem extrem ruhig und entspannend, wir haben kaum einen Menschen zu Gesicht bekommen, nächstes Mal würde ich glatt ein paar Tage dort dranhängen. 

******

Das war mein kleiner Einblick in das Inselleben von Madagaskar, 
natürlich können sich unsere Erfahrungen auch von denen anderer Reisender unterscheiden, 
denn - das muss man schon zugeben - hatten unglaubliches Glück. 

In sämtlichen Reiseführern und Artikeln über Madagaskar steht, 
dass man in der Hauptsaison (ab August) unbedingt vorab buchen soll, weil man sonst vielleicht gar keine Unterkunft mehr bekommt, was sich in der Realität komplett anders dargestellt hat. 
Wir hatten nicht nur nie Probleme mit Hotelzimmern, 
manchmal haben wir sogar super Angebote bekommen, weil so wenig los war. :)

*****

Meine ersten 4 Reisetipps könnt ihr hier nachlesen:

Reisetipp #1: Bevor du deine Koffer packst




*****

Coming soon: 

Zum Schluss habe ich in den nächsten Tagen noch ein paar abschließende Tipps für euch 
und gehe ein wenig auf die Themen Politik und Entwicklungshilfe ein. 
Der Punkt: nach der Reise darf natürlich auch nicht fehlen. 

Mittwoch, 12. September 2018

Madagaskar Reisetipp #4: Nationalparks





Die große Vielzahl an endmischen Tieren und Pflanzen sind ganz oft der Grund, 
warum überhaupt eine Reise nach Madagaskar in Angriff genommen wird. 

Jetzt ist es tatsächlich so, dass einem in manchen Gegenden außergewöhnliche Tiere
einfach so über den Weg laufen können, Chamäleons z.B. überqueren ganz gerne mal die 
Straße und beim Frühstück auf der Hotelterrasse kann man neugierigen Besuch von einem wilden Lemuren bekommen oder hübsche Vögel füttern. 
Das ist dann allerdings Glücksache.
Die zahlreichen scheueren und perfekt getarnten Tiere entdeckt man so nicht. 

Die gute Nachricht:

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an tollen Nationalparks in Madagaskar, 
jeder kann hier einen oder mehrere für seine Bedürfnisse und Wünsche passenden aussuchen.

Die schlechte Nachricht:

Man kann in einem Blogpost definitiv nicht alle abdecken... 
ich werde trotzdem versuchen, euch eine kleine Übersicht zu geben.

Ein paar allgemeine Infos: 



- Es gibt 47 Nationalparks / Schutzreservate / Schutzgebiete über ganz Madagaskar verstreut, 
manche gut erreichbar, 
einige, z.B. in der Regenzeit, von der Außenwelt abgeschnitten. 

- Es gibt NPs, die man an nur einem Tag besuchen kann, 
einige liegen so abgelegen, dass inklusive An- und Abreise mindestens eine 
Woche eingeplant werden sollte. 
Der Masoala NP kann derzeit nur mit dem Flugzeug 
oder per Boot erreicht werden, fordert den Besuchern einiges ab, 
aber nirgendwo kann man so ursprünglichen Dschungel erleben wie hier.

- In den Nationalparks kann man sich nur zu Fuß fortbewegen, 
es gibt meistens Wanderwege, allerdings ist für manche eine sehr gute Kondition erforderlich. 

- Der Eintritt ist für Einheimische und Touristen verschieden
und hängt auch von der Kategorie des NPs ab, aktuell liegen die Preise zwischen rund 
18€ und 12€ für Erwachsene pro Tag. 

- Guides sind verpflichtend, meistens beim Eingang zu buchen und immer in bar zu bezahlen. 
Deutsch sprechende Guides sind relativ selten, Englisch ist schon einfacher, 
aber auch hier kann es sein, dass man auf 'seinen' Guide ein bisschen warten muss. 

- Es gibt auch Meeresschutzgebiete auf und rund um einige Inseln.


Der Besuch der Nationalparks stand bei uns nicht ganz oben auf der Prioriätenliste, 
wir hatten drei im Auge, davon war einer aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse in unserem Zeitplan nicht machbar und einen weiteren haben wir zugunsten von mehr Meerzeit geskippt. 

Stattdessen waren wir auf Nosy be im

Lemuria Land


 ein Naturreservat, 
das uns postiv überrascht hat. 

Mit einem Guide wird man durch den sehr zooartigen Park geführt, 
Highlight ist natürlich die Fütterung der Lemuren, aber auch die Ylang-Ylang Fabrik ist 
interessant und man erfährt sehr kompakt und unkompliziert eine Menge über die Tiere und Pflanzen.


Ideal ist der Ausflug für Familien mit Kindern oder Touristen, die einen eher 
unstrapaziösen Einblick in die Tierwelt bekommen wollen. 

Ein zum Lemuria Land zugehöriges Schutzgebiet liegt auf der

Insel Antsoha


ein unglaublich schöner Flecken Erde, der nur mit dem Boot erreichbar ist
(rund 1,5h Fahrtzeit von Nosy Be). 

Wir waren eher zufällig in der Nähe der Insel und total begeistert. 
Man bezahlt rund 4 Euro und wird dafür durch die (winzige) Insel geführt, 
wilde Lemuren inklusive - 
Streicheln darf man sie nur, wenn man dazu von den Guides aufgefordert wird. 


Wir waren zuerst skeptisch, aber die Lemuren haben die Streicheleinheiten richtig genossen. 
Natürlich sind sie auf der Insel schon an Touristen gewöhnt, man sollte auf keinen Fall 
wilde Lemuren, die immer wieder betteln kommen können, streicheln und auch nie ein Tier
festhalten, das kann böse Folgen haben, weil sich die Tiere dann wehren.


Auf Nosy Antsoha gibt es dann noch einen Traumstrand, bei dem sich die Wellen von zwei Seiten brechen und wo man auf einer kleinen Sandbank ewig weit aufs Meer hinausgehen kann. 


Auf der Insel leben 4 Personen und zumindest zum jetzigen Zeitpunkt gibt es dort nur eine Übernachtungsmöglichkeit im Love-Room für zwei Personen. 


Einen sehr gut erreichbaren Nationalpark findet man in 

Andasibe


Er ist nur wenige Stunden Fahrtzeit von Tana entfernt und kann sogar als Tagesausflug gemacht werden (wobei ich persönlich das dann ein bisschen stressig finden würde), bzw. als Zwischenstopp in den Osten, wie wir das gemacht haben. 

Man kann zwischen verschiedenen Längen und Schwierigkeitsstufen wählen, 
besonders beliebt sind die Nachtwanderungen, da es viele nachtaktive Tiere gibt. 

Am besten ist es schon vorab zu klären, wo der Schwerpunkt der Wanderung liegen soll, 
damit sich die Guides darauf einstellen können.
Wenn man z.B. hauptsächlich Insekten sehen möchte, muss man anders vorgehen, 
als wenn man sich für Vögel interessiert. 

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt unserer Reise schon so viel gesehen und erlebt, 
dass wir nicht mehr so schnell zu begeistern waren, trotzdem fanden wir gerade die Pflanzenwelt und das Urwald-Feeling sehr faszinierend. 
Unser Guide war auch richtig toll, wusste auf jede Frage meiner Schwiegermutter eine Antwort und
den Babylemuren hätten wir am liebsten gar nicht mehr aus den Augen gelassen. 


Trotzdem... meiner Meinung nach ist Andasibe schon sehr touristisch, besonders bei den Unterkünften geht es schon recht hektisch zu, so gar nicht madagassisch und 
wenn man schon andere Nationalparks gesehen hat, kann man ihn eigentlich auslassen. 

*****

Welche Nationalparks gelten nun als die schönsten Madagaskars? 


1. Tsingy de Bemaraha

liegt westlich, sehr schwer erreichbar, aber unglaublich faszinierend. 
Man möchte es nicht glauben, aber in den lebensfeindlich aussehenden Kalksteinspitzen leben eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. 

2. Isalo 

ist wohl einer der beliebtesten NPs Madagaskars, da leicht erreichbar und 
gerade die vielen natürlichen Pools, in denen man baden kann, sind eine große Attraktion. 

Selbstverständlich findet man auch hier viele verschiedene Tiere, besonders Vögel und Insekten, 
aber auch Lemuren, dazu gibt es gut ausgebaute Wanderwege. 

3. Ranomafana 

Die Heimat des goldenen Bambuslemur zieht viele Besucher an, 
dieser Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe und ebenfalls gut erreichbar. 

Besonders die heißen Quellen und Wasserfälle zeichnen diesen Ort aus, 
man kann zwischen einfachen Wanderungen von 3 Stunden bis zu tagelangen Touren wählen. 
Definitiv einen Besuch wert! 



Ich kann euch jedenfalls nur ans Herz legen - egal aus welchem Grund es euch nach Madagaskar verschlagen hat - mindestens einen Nationalpark in eure Reise einzubauen, 
die Eintrittspreise ermöglichen die Erhaltung und den Ausbau der Gebiete 
und man bekommt für sein Geld eine wirklich einzigartige Naturvielfalt. 

*****

Um die Inselwelten rund um Madagskar und welche Möglichkeiten sich da bieten, 
geht es dann im nächsten Teil meiner Reisetipps. 

Hier findet ihr die ersten 3 Teile: 



*****

Coming soon: Reisetipp #5: Trauminseln 



Ähnliche Beiträge

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...